Die autologe PRP Behandlung gegen Haarausfall wird seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Die PRP Therapie stellt eine moderne, natürliche und minimalinvasive Möglichkeit dar, Haarausfall zu verlangsamen und das Haarwachstum gezielt zu unterstützen. Sie eignet sich sowohl für Frauen als auch für Männer und kommt ohne operative Eingriffe oder Fremdsubstanzen aus.

Bei der PRP Behandlung wird ausschließlich körpereigenes Blut verwendet. Dadurch ist die Therapie sehr gut verträglich und mit nur geringen Risiken verbunden. Ziel der Behandlung ist es, geschwächte Haarwurzeln zu stimulieren, die Wachstumsphase der Haare zu verlängern und die Haardichte sichtbar zu verbessern.
Was versteht man unter Haarausfall?
Haarausfall bedeutet, dass über einen längeren Zeitraum mehr Haare ausfallen, als der Körper nachbilden kann. Ein gewisser täglicher Haarverlust ist völlig normal. Viele Menschen verlieren bis zu etwa 100 Haare pro Tag, ohne dass dies sichtbar auffällt. Problematisch wird es, wenn die Menge deutlich zunimmt, wenn das Haar spürbar an Fülle verliert oder wenn sich lichter werdende Stellen zeigen, zum Beispiel am Oberkopf, am Scheitel oder im Bereich der Schläfen.
Oft fällt Haarausfall nicht plötzlich auf, sondern schleicht sich ein. Vielleicht finden Sie mehr Haare in der Bürste, im Abfluss oder auf dem Kopfkissen. Oder Sie bemerken, dass die Frisur nicht mehr so sitzt wie früher und die Kopfhaut stärker durchscheint. Für viele Betroffene ist das nicht nur ein kosmetisches Thema. Haare stehen für viele Menschen auch für Identität, Attraktivität und Selbstsicherheit. Umso belastender kann es sein, wenn das Gefühl entsteht, die Kontrolle über die eigene Haarfülle zu verlieren.
Welche Arten von Haarausfall gibt es?
Haarausfall kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Manche verlieren Haare eher an bestimmten Stellen, andere bemerken eine gleichmäßige Ausdünnung am gesamten Kopf. Für die Wahl der passenden Therapie ist es entscheidend zu wissen, welche Form vorliegt. Zu den häufigsten Arten gehören:
Androgenetischer Haarausfall (erblich bedingt)
Das ist die häufigste Form bei Männern und Frauen. Bei Männern zeigt sie sich oft durch Geheimratsecken und eine Tonsur, bei Frauen typischerweise durch eine Ausdünnung am Scheitel, während der Haaransatz meist erhalten bleibt. Ursache ist eine genetische Veranlagung, bei der die Haarwurzeln empfindlich auf das Hormon Dihydrotestosteron reagieren. Die Folge ist, dass die Wachstumsphase der Haare kürzer wird und die Haare mit der Zeit feiner nachwachsen.
Diffuser Haarausfall
Hier dünnt das Haar insgesamt gleichmäßig aus. Häufige Auslöser sind hormonelle Veränderungen, anhaltender Stress, Infekte, bestimmte Medikamente oder Mangelzustände, zum Beispiel ein Eisenmangel. Viele Patientinnen erleben diffusen Haarausfall auch nach Schwangerschaften oder in den Wechseljahren. Bei dieser Form ist die Ursachenklärung besonders wichtig, weil sich eine Behandlung je nach Auslöser deutlich unterscheiden kann.
Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)
Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem richtet sich gegen die eigenen Haarfollikel, wodurch plötzlich klar begrenzte, kahle Stellen entstehen können. Der Verlauf ist sehr individuell. Manche Betroffene haben nur einzelne kleine Areale, bei anderen kann der Haarausfall ausgeprägter sein. In ausgewählten Fällen kann PRP unterstützend eingesetzt werden, allerdings immer im Kontext einer ärztlichen Gesamtbeurteilung.
Narbenbildender Haarausfall
Diese Form ist seltener, aber medizinisch besonders relevant. Durch Entzündungen oder bestimmte Hauterkrankungen werden Haarfollikel dauerhaft zerstört und durch Narbengewebe ersetzt. In solchen Fällen ist PRP in der Regel nicht sinnvoll, da keine aktiven Haarwurzeln mehr vorhanden sind, die stimuliert werden könnten.

Wie entsteht Haarausfall und welche Ursachen kommen infrage?
Die Entstehung von Haarausfall ist oft multifaktoriell. Häufig spielen genetische Veranlagung, hormonelle Einflüsse, Durchblutungsstörungen der Kopfhaut, chronischer Stress oder entzündliche Prozesse eine Rolle.
Auch Nährstoffmängel, insbesondere Eisen, Zink oder Vitamin D, können das Haarwachstum beeinträchtigen. Ebenso können bestimmte Medikamente, akute Erkrankungen oder starke Gewichtsveränderungen zu vermehrtem Haarausfall führen.
Die genaue Abklärung der Ursachen ist wichtig, damit beurteilt werden kann, ob eine PRP Behandlung für Sie geeignet ist oder ob zuerst andere therapeutische Schritte notwendig sind.
Was ist PRP genau?

PRP ist die Abkürzung für Platelet Rich Plasma, also plättchenreiches Plasma. Dabei handelt es sich um ein hochkonzentriertes Blutplasma, das besonders viele Thrombozyten enthält.
Thrombozyten sind nicht nur für die Blutgerinnung verantwortlich, sondern spielen auch eine zentrale Rolle bei Regenerations- und Heilungsprozessen. Sie setzen zahlreiche Wachstumsfaktoren, entzündungshemmende Botenstoffe und immunmodulatorische Proteine frei.
Umgangssprachlich ist die PRP Therapie auch als Eigenblutbehandlung bekannt. In der ästhetischen Medizin wird sie teilweise als Vampire Lift bezeichnet, insbesondere im Zusammenhang mit Hautverjüngung.
Wie wird PRP in der Haar-Chirurgie Kretschmer hergestellt?
Für die PRP Behandlung wird Ihnen zunächst eine kleine Menge Blut aus der Vene entnommen, in der Regel etwa 15 Milliliter. Dieser Schritt ist vergleichbar mit einer gewöhnlichen Blutabnahme und dauert nur wenige Minuten.
Das entnommene Blut wird anschließend in einer speziellen Zentrifuge aufbereitet. Durch diesen Vorgang trennen sich die einzelnen Blutbestandteile. Das plättchenreiche Plasma wird dabei gezielt isoliert und für die anschließende Behandlung vorbereitet.
In der Haar-Chirurgie Kretschmer wird ausschließlich autologes, also körpereigenes, konditioniertes Plasma verwendet. Es kommen keine Zusatzstoffe, keine synthetischen Trenngels und keine Antikoagulantien zum Einsatz. Dieses besonders naturbelassene Vorgehen trägt wesentlich zur guten Verträglichkeit der PRP Therapie bei und minimiert das Risiko unerwünschter Reaktionen.
Wie hilft PRP bei Haarausfall?
Die Wirkung der PRP Therapie setzt direkt an der Haarwurzel an. Die im Plasma enthaltenen Wachstumsfaktoren fördern die Durchblutung der Kopfhaut und verbessern die Versorgung der Haarfollikel mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen. Gleichzeitig werden regenerative Prozesse auf zellulärer Ebene angeregt.
Für den Haarzyklus bedeutet das, dass die Wachstumsphase der Haare verlängert und die Ruhephase verkürzt werden kann. In der Praxis äußert sich das häufig dadurch, dass weniger Haare ausfallen, bestehende Haare kräftiger nachwachsen und das Haar insgesamt dichter und vitaler wirkt.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass sowohl Männer als auch Frauen von der PRP Therapie profitieren können. Neben messbaren klinischen Effekten berichten viele Patienten auch über eine hohe Zufriedenheit mit dem Behandlungsergebnis, insbesondere bei frühem oder moderatem Haarausfall.
Bei welcher Art von Haarausfall kann PRP helfen?
Die PRP Therapie eignet sich vor allem dann, wenn die Haarfollikel noch aktiv sind, aber bereits geschwächt arbeiten. Besonders gute Erfahrungen werden bei androgenetischem, also erblich bedingtem, Haarausfall sowie bei diffusem Haarausfall gemacht.
Auch bei kreisrundem Haarausfall kann PRP in ausgewählten Fällen unterstützend eingesetzt werden. Voraussetzung ist hier, dass noch Haarwurzeln vorhanden sind und keine ausgeprägten narbigen Veränderungen bestehen.
Bei vollständig kahlen, glänzenden Arealen ohne aktive Haarfollikel kann PRP keine neuen Haare bilden. In solchen Fällen ist eine andere Therapieform, etwa eine Haartransplantation, zu prüfen. Eine sorgfältige ärztliche Analyse ist daher immer die Grundlage jeder Behandlungsempfehlung.
Welche Vorteile bietet die PRP Therapie gegen Haarausfall?
Die PRP Behandlung bietet eine Reihe von Vorteilen, die sie für viele Patienten besonders attraktiv machen:
- Sanfte Eigenblutbehandlung, ganz ohne OP
- Natürliches Verfahren, weil ausschließlich körpereigene Wirkstoffe genutzt werden
- Kaum Aufwand, in der Regel ist die Behandlung nach weniger als einer Stunde abgeschlossen
- Behandlung ambulant, unkompliziert und gut in den Alltag integrierbar
- Keine Ausfallzeit, Sie sind direkt danach wieder gesellschaftsfähig
- Sehr gut verträglich, da keine Fremdsubstanzen injiziert werden
- Kann das Haarwachstum gezielt unterstützen und die Haarqualität verbessern
- Geeignet für Frauen und Männer, besonders bei beginnendem oder moderatem Haarausfall
- Lässt sich ideal mit anderen Therapien kombinieren
- Auch als Ergänzung rund um eine Haartransplantation sinnvoll, um die Kopfhaut zu unterstützen
Für wen ist eine PRP Behandlung gegen Haarausfall geeignet?

Am besten geeignet ist die PRP Therapie für Frauen und Männer mit leichtem bis moderatem Haarausfall. Besonders dann, wenn das Haar sichtbar dünner wird, die Haardichte nachlässt oder der Haarausfall gerade erst begonnen hat, kann PRP gute Ergebnisse erzielen.
Auch als begleitende Maßnahme nach einer Haartransplantation wird PRP häufig eingesetzt. Die natürlichen Wachstumsfaktoren können das Anwachsen der transplantierten Haare unterstützen und die Regeneration der Kopfhaut fördern.
Ob eine PRP Behandlung in Ihrem individuellen Fall sinnvoll ist, wird immer im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs und einer gründlichen Analyse entschieden.
Kann PRP auch bei langen Haaren angewendet werden?
Auch bei langem Haar ist die PRP Therapie geeignet. Gerade Frauen bemerken häufig, dass ihr Haar im Laufe der Zeit feiner, kraftloser oder spröder wird, etwa im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen oder in den Wechseljahren.
Durch die gezielte Stimulation der Haarwurzeln kann sich die Haarqualität verbessern. Das Haar wirkt voller, kräftiger und widerstandsfähiger.

Ist eine PRP Behandlung auch für den Bart möglich?
Die PRP Therapie kann nicht nur auf der Kopfhaut, sondern auch im Bartbereich angewendet werden. Lichte oder ungleichmäßig wachsende Bartpartien lassen sich gezielt behandeln.
Die Wachstumsfaktoren stärken die Bartfollikel und können das Haarwachstum anregen. Voraussetzung ist auch hier, dass aktive Haarwurzeln vorhanden sind.
Wie läuft die PRP Behandlung gegen Haarausfall bei uns in Kärnten ab?
Zu Beginn nimmt Dr. Dr. Kretschmer sich Zeit, um gemeinsam mit Ihnen die betroffenen Bereiche der Kopfhaut genau anzusehen und realistisch einzuschätzen, welche Ziele mit PRP erreichbar sind. Auf dieser Basis wird festgelegt, wo die Behandlung am meisten Sinn macht und welche Areale gezielt unterstützt werden sollen.
Anschließend wird eine kleine Menge Blut entnommen und direkt in der Praxis so aufbereitet, dass das plättchenreiche Plasma für die Behandlung verfügbar ist. Sobald das PRP vorbereitet ist, wird es mit sehr feinen Nadeln in die zuvor definierten Bereiche der Kopfhaut eingebracht. Dr. Dr. Kretschmer arbeitet dabei besonders präzise und gleichmäßig, damit die Wirkstoffe dort ankommen, wo sie gebraucht werden, nämlich im Umfeld der Haarwurzeln.
Die Behandlung selbst ist in der Regel gut zu tolerieren und dauert meist etwa 30 bis 45 Minuten. Wenn Sie sehr empfindlich sind oder sich mehr Komfort wünschen, kann auf Wunsch eine lokale Betäubung eingesetzt werden. Direkt im Anschluss können Sie die Praxis wieder verlassen und Ihren Alltag normalerweise wie gewohnt fortsetzen.
Wie viele PRP Behandlungen sind notwendig?
Bewährt hat sich eine Aufbauphase von etwa drei Sitzungen im Abstand von jeweils drei Wochen. Erste positive Veränderungen können häufig nach zwei bis drei Monaten beobachtet werden.
Das endgültige Ergebnis entwickelt sich schrittweise über mehrere Monate. In manchen Fällen kann es bis zu einem Jahr dauern, bis das volle Ergebnis sichtbar ist. Zur Stabilisierung empfehlen sich ein bis zwei Auffrischungsbehandlungen pro Jahr.
Was ist nach der PRP Behandlung zu beachten?
Nach der Behandlung sollten Sie Ihre Haare für 24 bis 48 Stunden nicht waschen und Wasserkontakt der behandelten Areale vermeiden. In diesem Zeitraum ist es sinnvoll, auf Sport, Sauna, Baden und intensive Sonneneinstrahlung zu verzichten.
Auch aggressive Haarpflegeprodukte oder chemische Behandlungen sollten für einige Tage pausiert werden.

Was ist nach der PRP Behandlung zu beachten?
In der Regel sind Sie unmittelbar nach der Behandlung wieder gesellschaftsfähig. Leichte Rötungen, Schwellungen oder kleine Hämatome können auftreten, klingen jedoch meist innerhalb weniger Tage von selbst ab.
Wann sind Ergebnisse sichtbar und was kann man erwarten?
Bei PRP stellt sich die Wirkung nicht über Nacht ein, weil Haare einen eigenen Wachstumsrhythmus haben. Viele merken in den ersten Wochen noch keine sichtbare Veränderung. In dieser Zeit geht es vor allem darum, die Kopfhaut zu stabilisieren und die Haarwurzeln wieder aktiver zu unterstützen.
Nach etwa zwei bis drei Monaten fällt häufig auf, dass weniger Haare ausfallen, zum Beispiel beim Waschen oder Bürsten. Das Haar kann sich außerdem kräftiger anfühlen und insgesamt besser „greifen“, auch wenn die Dichte noch nicht deutlich verändert ist.
Nach vier bis sechs Monaten zeigen sich meist die klareren Effekte. Das Haar wirkt oft voller, der Scheitel kann weniger durchscheinen und die Haarqualität verbessert sich sichtbar. Die stärkste Wirkung wird häufig nach sechs bis zwölf Monaten erreicht. Wie ausgeprägt das Ergebnis ausfällt, hängt von Ursache und Stadium des Haarausfalls sowie von der individuellen Reaktion auf die Therapie ab. PRP kann vorhandene Haarwurzeln stärken, ist aber nicht dafür gedacht, vollständig kahle Areale wieder zu „behaaren“.
Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es bei der PRP Behandlung?
Da nur körpereigenes Material verwendet wird, ist PRP in der Regel sehr gut verträglich. Direkt nach der Behandlung können vorübergehend Rötungen, leichte Schwellungen oder ein Spannungsgefühl an der Kopfhaut auftreten. Manchmal kommt es zu Juckreiz oder kleinen Blutergüssen an einzelnen Einstichstellen. Gelegentlich werden leichte Kopfschmerzen beschrieben. Diese Reaktionen klingen meist innerhalb kurzer Zeit von selbst ab.
Ernsthafte Komplikationen sind selten, vor allem bei fachgerechter Durchführung und konsequenter Hygiene.
Was kostet eine PRP Behandlung gegen Haarausfall in Kärnten?
Die Kosten beginnen in der Haar-Chirurgie Kretschmer bei 330 Euro pro Sitzung. Der genaue Gesamtaufwand richtet sich nach dem empfohlenen Behandlungsplan und der Anzahl der Sitzungen.
Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?
In der Regel handelt es sich hierbei um eine Selbstzahlerleistung. Gesetzliche und private Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Bei privater Versicherung kann es sinnvoll sein, vorab eine mögliche Erstattung individuell abzuklären.
Quellen:
https://www.ifue-haartransplantation.de/haartransplantation/
https://www.mooci.org/gesichtschirurgie/haartransplantation-haarverpflanzung/
https://www.apotheken-umschau.de/therapie/therapiearten/haartransplantation-haarverpflanzung-744797.html
Olsen EA, Weiner MS, Amara IA, DeLong ER (1990) Five-year follow-up of men with androgenetic alopecia treated with topical minoxidil. J Am Acad Dermatol 35: 643-646
Kawashima M, Hayashi N, Igarashi A, Kitahara H, Maeguchi M, Mizuno A et al. (2004) Finasteride in the treatment of Japanese men with male pattern hair loss. Eur J Dermatol 14: 247-254
Über den Autor: Dr. Dr. Frank-Hendric Kretschmer
Facharzt für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie und
Spezialist für „Plastische Operationen“
Weiterhin ist Herr Dr. Dr. Kretschmer Autor des wissenschaftlichen Lehrbuches „Das endoskopische Brow-/Stirnlift“ und hält internationale Vorträge. Vor der Gründung der Ordination in Klagenfurt war er an den Universitätskliniken Bonn, Bochum und Marburg a.d. Lahn tätig.

